So lautete einer der vielen positiven Kommentare zum diesjährigen Fronleichnamsfest, das bei herrlichem Wetter in Straßkirchen gefeiert worden ist. Und dieser Kommentar ist genauso treffend wie „einzigartig“, „wunderbar“ und „einfach toll“, weil eine große Schar Gläubiger gekommen war, um den Leib des Herrn zu ehren und durch das Dorf zu tragen.

Schon der Festgottesdienst vor St. Georg war ein Highlight, denn es wurde vom Kirchenchor u. a. die Missa mille centum gesungen, die seinerzeit von Chorleiterin Martina Schmidmaier eigens für die 1100-Jahr-Feier von St. Georg geschrieben worden war. Das passte also perfekt in den festlichen Rahmen, der auch durch den prächtigen Altar unter dem Baldachin sowie die Kirchen- und Vereinsfahnen unterstrichen wurde.
Nach dem Festgottesdienst folgte die Prozession durch Straßkirchen, ein wirklich beeindruckendes und festliches Bild.

Und auch jeder der Prozessionsaltäre, jeweils von einer anderen Gruppierung in den frühen Morgenstunden liebevoll hergerichtet, strahlte die Festlichkeit in vollen Zügen aus. Musik und Gebet trugen hierzu perfekt bei.
Es war deshalb nicht verwunderlich, dass viele im Anschluss an Festgottesdienst und Prozession der Einladung der Straßkirchener Schützen in den Moir-Stadl zum Mittagstisch gefolgt sind und dort lebendige Gemeinschaft sichtbar gemacht haben.

Und wie kam das denn nun, dass Fronleichnam heuer in Straßkirchen gefeiert worden ist? Das ist schnell erklärt, auch wenn es dann doch ein langer Weg gewesen ist: Früher, als Straßkirchen noch nicht zu Vogtareuth gehört hat, wurde dort alljährlich das Fronleichnamsfest gefeiert, so wie üblich. Davon zeugen Fahnen, Himmel und all die anderen Utensilien, die dafür nötig sind, und mancher erinnert sich noch an die Überlieferung dieser Tradition durch die Vorfahren. Und so wurde von Kirchenverwaltung, Seelsorge und Pfarrgemeinderat der Gedanke geboren, Fronleichnam mal wieder in Straßkirchen zu feiern. Aus dem Gedanken wurde eine immer konkretere Idee, und schließlich fanden sich einige Freiwillige, die dieses Projekt dann umgesetzt haben. Wunderbar, einzigartig, einfach toll und auch einmalig … wer weiß …
Bleibt nur noch, allen, die in irgendeiner Weise zum Gelingen beigetragen haben, herzlich „Vergelt’s Gott“ zu sagen.
Martin Weyland
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