Pfarrverband

Die Ergebnisse der Pfarrgemeinderatswahlen

Die gute Nachricht zuerst: Wo die neue Möglichkeit der Online-Wahl angeboten war – in Schwabering und Vogtareuth –, hat sie klar und mit deutlichem Abstand gewonnen.

Briefwahl und die Stimmabgabe im Wahllokal spielen gegenüber der Online-Wahl eine deutlich geringere Rolle: In Vogtareuth wählten 143 von 222 (64,41 %) den elektronischen Wahlzettel, während nur mehr 24 Wahlbriefe eingingen und 55 Leute ihre Stimmen im Pfarrheim abgaben. In Schwabering wählten 118 von 204 Leuten online (57,84 %), 25 blieben bei der Briefwahl, 61 kamen ins Wahllokal. Die Neuerung darf also als guter Erfolg gelten – auch im Hinblick darauf, dass der Online-Wahlautomat sowohl bei der Stimmenauszählung als auch im Vorfeld in den Pfarrsekretariaten eine ganze Menge Arbeit spart. In Prutting und Zaisering/Leonhardspfunzen, wo es keine Online-Wahl gab, teilen sich die Stimmen in zwei recht ausgewogene Hälften: Mariä Himmelfahrt hatte 108 Wahlbriefe und 102 Stimmzettel in der Urne, bei St. Vitus und St. Leonhard waren es 75 und 76.

PGR-Wahl 2022: Stimmabgabe im Pfarrheim Vogtareuth

Wahlbeteiligung

Die schlechte Nachricht: Im Vergleich zu den PGR-Wahlen 2018 ist die Wahlbeteiligung gewaltig eingebrochen. Während der Durchschnitt im Pfarrverband damals, als die Briefwahl eingeführt wurde, auf 36,2 % anstieg, liegt er jetzt bei traurigen 18,62 %. Zu erklären sein dürfte diese Entwicklung sowohl mit dem Missbrauchsskandal im Erzbistum als auch mit einer zunehmenden Entfernung von allen sozialen Dingen vor Ort im Verlauf der Corona-Krise.

In Schwabering ist die Wahlbeteiligung traditionell sehr hoch, diesmal lag sie bei 26,12 % und damit wieder deutlich über dem Durchschnitt – im Dekanat wird sie nur von Tattenhausen (Hl. Kreuz) überboten, wo 32,66% zur PGR-Wahl gingen. Zum Vergleich: Der Durchschnitt im Dekanat Rosenheim liegt derzeit (Stand 21. März, 7 Uhr) bei 11,27 %, in der Seelsorgsregion Süd bei 15,07 % und im gesamten Erzbistum München und Freising bei 12,33 %. Insofern stehen auch die übrigen Gemeinden im Pfarrverband nicht ganz schlecht da: Vogtareuth mit 17,28 %, Zaisering mit 15,81 % und Prutting mit 15,28 %.

Im Folgenden die Ergebnisse im Einzelnen. Es gibt sie auch online – wie alle Wahlergebnisse im Erzbistum – unter https://pgr-wahl-muenchen.bistum.info/wahlbezirke.html. Die Einspruchsfrist gegen das Wahlergebnis besteht vom 27. März bis 3. April (schriftlich beim Wahlausschuss über das Pfarramt).

Prutting

Für Mariä Himmelfahrt war eine Fünferliste aufgestellt. Die Ergebnisse: Christoph Kaffl (182 Stimmen), Centa Friedrich (179), Gabriele Mayer (172), Elisabeth Thusbaß (171) und Angela Häusler (169).

Schwabering

St. Peter hatte diesmal ein reines Frauen-Team aufgestellt. Gewählt wurden Bettina Seiser (190 Stimmen), Burgi Bauer (189), Marita Dhom (189), Christine Eckl (187), Uschi März (182) und Christine Opperer (173).

Vogtareuth mit Straßkirchen

St. Emmeram mit St. Georg hatte die kürzeste Wahlliste mit nur vier Plätzen. Neu dabei ist Margarete Brandstätter (191 Stimmen), es folgen Theresia Gaßner (189), Florian Eichberger (168) und Martin Weyland (161).

Zaisering mit Leonhardspfunzen

Großzügige acht Plätze zu besetzen hatte St. Vitus mit St. Leonhard. Gewählt wurden Christine Bonholzer (137 Stimmen), Martina Stadler (122), Josef Tippl (112), Regina Forstner (104), Franziska Kapfinger (103), Gabriele Riebold (99), Josef Wimmer (89) und Michaela Siebert (77). Konrad Wimmer, der neunte im Bunde, wurde bereits per telefonischem Umlauf nachberufen.

Wir wünschen allen Gottes Segen, gutes Gelingen und eine gute Zusammenarbeit!

Florian Eichberger

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