St. Emmeram

Die Architektouren 2019 laden ins Vogtareuther Pfarrheim

Am letzten Juni-Wochenende finden bayernweit wieder die Architektouren statt. Insgesamt 244 abgeschlossene Bauprojekte haben an diesem Tag f√ľr Besucher ge√∂ffnet und bieten Gelegenheit, mit den Architekten ins Gespr√§ch zu kommen. Dazu geh√∂rt auch das Pfarrheim Vogtareuth.

Der Umbau des ehemaligen Pfarrstalls und die Erweiterung durch einen modernen Saalanbau war bereits die zweite Aufgabe der Rosenheimer/M√ľnchener Architekten Krug-Grossmann. Zuvor hatten sie schon die Innensanierung von St. Emmeram √ľbernommen, die 2010 abgeschlossen wurde.

Die Architektouren sind ein j√§hrlicher nichtdotierter Preis der Bayerischen Architektenkammer, die an den Besichtigungstagen von einem unabh√§ngigen Beirat ausgew√§hlte Projekte pr√§sentiert; zu gewinnen ist gewisserma√üen die Teilnahme an der Leistungsschau. Dass das Pfarrheim St. Emmeram mit dabei ist, freut die vielen Eigenleistungshelfer und ganz Vogtareuth, das derzeit mit der Umsetzungsphase der Dorferneuerung bzw. offiziell Gemeindeentwicklung beginnt ‚Äď zuerst in unmittelbarer Umgebung des Pfarrheims. Dann wird auch das noch ungeschlachte Gel√§nde zwischen Kirche und Pfarrheim besser und sch√∂ner vermitteln.

Die Architektouren-√Ėffnungszeiten des Pfarrheims St. Emmeram in Vogtareuth:
29. Juni, 13‚Äď17 Uhr, F√ľhrung um 14 Uhr
30. Juni, 9‚Äď12 Uhr, F√ľhrung um 10 Uhr

Im Inneren wurden zuletzt noch Saal, Gruppenraum und Foyer mit Dimmern ausgestattet, was vor allem f√ľr besinnlichere Veranstaltungen gew√ľnscht worden war ‚Äď bislang hatten sich dann die Kerzen auf den Tischen kaum gegen das elektrische Licht durchsetzen k√∂nnen. Generell ist die Akzeptanz auch des anfangs kritisch be√§ugten Anbaus ausgesprochen hoch. Ein Online-Belegungsplan gibt den Pfarrgremien und anderen Interessenten die M√∂glichkeit, selbst R√§ume zu reservieren bzw. anzufragen. Mehrfach wurde das Pfarrheim schon f√ľr Trauerfeiern genutzt, und besonders erfreulich ist, dass in dem Bau nun sogar standesamtliche Trauungen stattfinden d√ľrfen ‚Äď eine sch√∂ne Gelegenheit, die gleichfalls schon wahrgenommen wurde. Wie sch√∂n die kommunizierenden Pole der Gesamtanlage funktionieren, wurde an dieser Stelle bereits gew√ľrdigt. Gerade wenn man bei Dunkelheit am belebt-erleuchteten Saal vor√ľbergeht, erscheint das als ein kaleidoskopisches Lichtspektakel. Allerdings sind dazu die Architektouren-√Ėffnungszeiten in dieser Jahreszeit leider zu fr√ľh angesetzt.

Florian Eichberger

PS: Als orts- und sachkundig kann man sich profilieren, wenn man brav vom ehemaligen Pfarrstall spricht. Ein Blick aufs Gewölbe wird Bauern und Baukundige gleichermaßen einsehen lassen, dass es sich kaum um einen alten Pfarrstadl handelt.

Veröffentlicht in Vogtareuth.

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