Vogtareuth

Das Wegkreuz am Auberg

Feldkreuze, Marterl und Bildstöcke sind sichtbare Zeichen christlichen Glaubens. In den Gegenden und Regionen, in denen sie an Wegen, Kreuzungen und Waldrändern stehen, sind sie oft stumme Zeugen menschlicher Schicksale und bilden Punkte für Rast und Einkehr.

Die schon zum Teil vor Jahrhunderten errichteten Flurdenkmäler wurden meist aus einem Gelöbnis heraus erstellt. Sei es als Bitte oder Danksagung für Schutz und Hilfe in einer Notlage, als Segen für Mensch und Tier oder als Erinnerung an ein besonderes Vorkommnis.

Das Feldkreuz in der Nähe des Vogtareuther Aubergs war ursprünglich direkt an der Abfahrt aufgestellt. Vermutlich im Zuge der Flurbereinigung wurde es an den Waldrand kurz vor dem Auberg versetzt und steht heute auf dem Grundbesitz der Familie Wechselberger.

Über den ursprünglichen Anlass der Errichtung des Kreuzes am Auberg ist uns leider nichts bekannt. Im Jahr 1988 wurde es durch unseren Bruder und Schwager bei einem Verkehrsunfall erheblich beschädigt und im Anschluss wieder neu hergerichtet. Aus Dank dafür, dass er damals vor größerem Schaden bewahrt wurde, pflegte er viele Jahre diese Stätte. Die von der Gemeinde Vogtareuth dort aufgestellte Bank ist in den letzten Jahren doch mehr und mehr verfallen und auch die nähere Umgebung verwilderte deutlich.

Feldkreuz am Vogtareuther Auberg (bis 2014)

Feldkreuz am Vogtareuther Auberg vor …

Feldkreuz Vogtareuther Auberg nach der Renovierung 2014

… und nach der Renovierung.

Um diesen Ort, der auch einen wunderbaren Blick auf unsere Gemeinde ermöglicht, wieder mit neuem Leben zu erfüllen, haben wir uns nach Rücksprache mit den Grundbesitzern entschlossen, dieses Flurdenkmal wieder in einen würdevollen Zustand zu bringen. Mit tatkräftiger Unterstützung durch die Familie Gnerlich, Florian Süß, die Fa. Huber & Sohn und unsere diesjährige Firmlinge entstand nach vielen Stunden Arbeit eine wiedererwachte Stätte der Ruhe und Besinnung. Über weitere Informationen zum ursprünglichen Grund für die Errichtung dieses Flurkreuzes wären wir sehr dankbar.

Übrigens: Überliefert ist folgende Anordnung von Papst Leo III., der um das Jahr 800 lebte:

„Man möge an Wegesecken, wo man sich zu begegnen pflegt, Kreuze errichten.“

Wir würden uns freuen, wenn viele Vogtareuther und auch Durchreisende dieses Flurkreuz in Zukunft zum Erholen und Besinnen nutzen.

Irmi und Hubert Sewald

Veröffentlicht in alle, Vogtareuth.

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