Die Zukunft der katholischen Kirche

Wir brauchen Konsequenzen – ein Statement

Es kann nicht so weitergehen, da sind sich viele in unserem Pfarrverband einig. Deshalb haben wir vom Pfarrgemeinderat Schwabering viele Gespräche geführt und ein Statement formuliert. Darin haben wir zusammengeschrieben, welche Veränderungen wir von der Amtskirche erwarten. Denn wenn sich jetzt nichts ändert, ja wann dann?

Wir haben darin auch eine Einladung formuliert. Wir wollen eine offene und einladende Kirche sein. Wir wollen, dass sich in unserem Pfarrverband alle beheimatet fühlen: alt und jung – konservativ und progressiv. Hauptziel ist, dass wir ALLE unseren Glauben vor Ort leben können.

Uns und der Amtskirche steht es nicht zu, zu entscheiden, wer am Mahl teilnehmen darf. Alle sind eingeladen: egal welcher Lebenssituation, egal welcher sexuellen Gesinnung!

Wir wollen nicht urteilen über andere Menschen: „Wenn jemand Gott mit gutem Willen sucht, wer bin ich, dass ich urteile?“, hat sogar Papst Franziskus in einem Interview gesagt.

Statement und Einladung

Erster Schritt war bereits die Einladung von Pfarrer Guido Seidenberger, das Glaubensbekenntnis jetzt anders zu beten: Statt „Ich glaube […] an die heilige katholische Kirche“ heißt es nun „Ich glaube […] an die heilige christliche Kirche“. Darüber haben bereits das OVB und der Bayerische Rundfunk (Text und Video) berichtet.

Dies ist eine Einladung an alle, denen die Einheit der Christen wichtig ist. Es soll kein Zwang sein, die Änderung mitbeten zu müssen.

Eines steht fest, der Mensch – nicht die Institution – muss wieder im Mittelpunkt stehen. Wir wollen uns in unserer Pfarrei wieder an den Ursprüngen des Christentums orientieren.

Ein weiterer Gedankenaustausch und andere Dinge werden folgen. Auch Kardinal Marx haben wir zu einem Gespräch eingeladen.

Wir halten euch auf dem Laufenden!

Christine Eckl
im Namen vieler weiterer Unterstützer im Pfarrverband Prutting-Vogtareuth

PS: Danke an alle, die sich einbringen für die Zukunft der katholischen Kirche!

Veröffentlicht in Glauben, PGR SCH, Schwabering, Zukunft der Kirche.

2 Kommentare

  1. Es besteht bei all der Aufbruchstimmung m.E. die Gefahr, dass die ehrliche und vollständige Aufarbeitung des Missbrauchsskandals leidet. Anhören und entschädigen ist für die Opfer sicherlich zu wenig. Aber natürlich: Es kann nur besser werden in der (Amts-)Kirche, die sich so weit öffnen soll, dass sie in Richtung allumfassend geht und damit zum katholischen zurückkehrt. Wenn das mal kein Teufelskreis wird …

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