Zum 16. Sonntag im Jahreskreis

Liebe Mitchristen!
Haben Sie schon einmal beim Unkrautausrei├čen mithelfen m├╝ssen? Wer einmal in seiner Kindheit dazu von seinen Eltern oder Gro├čeltern ÔÇ×gebetenÔÇť worden ist, wei├č, wie sich das anf├╝hlt!

Als Kind hat man darauf wirklich keine gro├če Lust. Im Feld oder im Garten das Unkraut aufzusp├╝ren. Denn ├╝berhaupt ist es oftmals kaum von der gew├╝nschten Pflanze zu unterscheiden.

Vor allem dann nicht, wenn die Motivation f├╝r diese Arbeit sowieso nahe null ist. Da kommt uns die Forderung Jesu vielleicht wie gerufen:

ÔÇ×Lasst beides wachsen bis zur ErnteÔÇť.

Wenn ich als Kind dieses Argument Jesu meinen Eltern gegen├╝ber vorgebracht h├Ątte, ich wei├č nicht, ob sie es akzeptiert h├Ątten.

Doch was k├Ânnte Jesus denn wirklich mit dieser Aufforderung, auch das Unkraut wachsen zu lassen, gemeint haben? Die gleiche Frage stellten die J├╝nger.

Feld mit Mohn. Bild: Corina Rainer ÔÇô Unsplash
Bild: Corina Rainer ÔÇô Unsplash

Jesus beantwortet die Frage: Es geht um Gut und B├Âse. Beides hat seinen Platz auf dieser Erde, und wir sollen nicht vorschnell handeln und urteilen.

Auch wenn wir die B├Âsewichte relativ schnell ausmachen k├Ânnen in unserem Leben. Oft wissen wir schon nach dem ersten Eindruck, nach wenigen Worten oder vom H├Ârensagen, wer kein guter Mensch sein kann. Oder wer dieses oder jenes nicht verdient hat.

Jesus sagt es uns heute ganz deutlich, dass es uns nicht zusteht, endg├╝ltig und im Letzten ├╝ber Menschen zu urteilen.

Dies sollten wir Gott ├╝berlassen.

Ich bin aber auch ├╝berzeugt, dass uns Jesus mit diesem Gleichnis nicht sagen will, wir sollten oder d├╝rfen Unrecht nicht benennen.

Es hat noch keiner Gesellschaft, keiner Familie, auch nicht der Kirche, gutgetan, Unrecht nicht anzusprechen und die Dinge einfach laufen zu lassen.

Aber das endg├╝ltige Urteil, das Richten, das sollten wir Gott ├╝berlassen.

Jesus war, so wird in den Evangelien immer wieder berichtet, weich im Kern, aber klar in der Sache.

In diesem Sinne w├╝nsche ich Ihnen viel Geduld mit Ihren Mitmenschen, aber auch den Mut, Dinge anzusprechen, die nicht in Ordnung sind.

F├╝r das Seelsorgeteam
Diakon Eugen Peter

Ver├Âffentlicht in Glauben.

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