St. Georg

Segen für das neue Mariengewand

Im Rahmen des Festgottesdienstes an Stephani wurde in St. Georg zu Straßkirchen das neue Marienkleid feierlich eingesegnet.

Die Straßkirchener Maria in neuem Kleid

Die Straßkirchener Maria im neuen Kleid

Der historische Stoff war nach näherer Begutachtung nicht mehr zu restaurieren gewesen, sodass die Kirchenverwaltung bei der Paramentenstickerei des Franziskanerinnenklosters Aiterhofen ein neues Kleid in Auftrag gegeben hatte. In der Festmesse, zu der nichts besser klingen konnte als die drei Straßkirchener Sängerinnen, erinnerte Pfarrvikar Konrad Roider an die barocke Herkunft der Altarfigur: an eine Zeit, der alles daran lag, Glauben zum Staunen fasslich, anschaulich und erlebbar zu gestalten. Diese Zeit war sich der Vergänglichkeit aller Dinge sehr bewusst. Dass Kostbarkeiten wie das Straßkirchener Marienkleid heute nicht hinter Museumsglas konserviert sind, sondern von einer lebendigen Gemeinde erneuert werden, ist ein schöner und tröstlicher Gedanke.

An den Gesamtkosten von 2400 Euro hat sich neben etlichen kleinen und großen Spendern auch die Gemeinschaft katholischer Frauen mit runden 1000 Euro beteiligt. Den herzlichen Dank dafür nahm die Vorsitzende Agnes Gögerl vor Ort von Kirchenpfleger Josef Liegl entgegen. Den Beweggrund hatte Christa Görgmayr zum Weihnachtsbazar (der eine der Erlösquellen war) bereits so formuliert: „Maria is a Frau, und a jede Frau mog amoi a neis Gwand.“

Johanneswein in St. Georg, Straßkirchen, 2016

Siehe, deine Mutter!

Im Anschluss blieb die Gemeinde noch eine Zeitlang zusammen, um einander die Liebe des hl. Johannes zu trinken, und das passte wunderbar. Denn beide, den Lieblingsjünger und seine Mutter Maria, hat Jesus am Kreuz noch aufeinander verwiesen: „Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter!“ (Joh 19,26–27)

Florian Eichberger

Veröffentlicht in KFG VOG, Straßkirchen, Vogtareuth.

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