Ich fahr dahin mein Straßen

Der Kirchenchor St. Emmeram ist ausgeflogen

Das Wetter hatte sich – wie der Kirchenchor – vom laufenden Jahr alles für diesen Sonntag aufgehoben. So konnten die Vogtareuther Sängerinnen und Sänger am 28. September durch den Frühnebel in einen strahlenden Herbsttag hineinfahren. Wohin es gehen sollte, wusste allerdings zunächst niemand. Denn Martin Weyland in seiner Eigenschaft als BASS (Beauftragter für Ausflüge, Sightseeing und Sonderfahrten) hatte die Tagesreise als Fahrt ins Blaue geplant.

Auf der Stadtführung in der Hofburg

Wo sind wir?

Kirchenchor Vogtareuth vor den Swarovski-Kristallwelten, Wattens

Leider konnten einige Chormitglieder aus Gesundheitsgründen nicht mitfahren, darunter auch Chorleiterin Martina Schmidmaier.

Die erste Station entlang der Inntalautobahn machte der gecharterte Schulbus bei den launigen Grab- und Marterl-Inschriften des Museumsfriedhofs Kramsach („Hier schweigt Johanna Vogelsang, sie zwitscherte ihr Leben lang“), dann ging es weiter bis zu den Swarovski-Kristallwelten in Wattens, bevor wir pünktlich zum Mittagessen in Innsbruck landeten.

Während sich die reifere Jugend auf eigene Faust an eine Stadtführung per Fiaker wagte, absolvierte das Fußvolk die Tour durch die im Kern mittelalterliche Innenstadt auf eigenen Beinen. Höhepunkte waren – abgesehen vom berühmten Goldenen Dachl – der hochbarocke Dom zu St. Jakob mit seinen illusionistischen Trompe-l’œil-Deckenfresken von Cosmas Damian Asam und dem Stuck seines Bruders Egid Quirin. Auch erfuhr der Chor etliches Interessante über die Geschichte und weitere Verbreitung des berühmten Mariahilf-Bildes von Lucas Cranach d.Ä., über Kaiser Maximilian I., die Stadtgeschichte sowie das Verhältnis von Tirol und Bayern.

Panorama-Restaurant der Bergisel-Schanze

Kaffee und Kuchen gab es im Turm der Bergisel-Schanze …

Blick von der Bergisel-Schanze auf Innsbruck und die Nordkette (© Florian Eichberger 2014)

… mit einem sagenhaften Schönwetterherbstblick auf den Friedhof, die Stadt und die Nordkette.

Spaziermüde und bildungssatt kletterte die Gesellschaft schließlich wieder in den Bus – doch nur um bei der ersten Ausfahrt wieder auszusteigen. Die verdiente Kaffee-und-Kuchen-Einkehr hatte Weyland nämlich als wahren „Höhepunkt“ geplant: im Panoramacafé auf der Spitze der Bergiselschanze. So schloss der Tag mit einem fantastischen Blick auf die Nordkette, mit zufriedenem Reiseratsch (bzw. einem Schläfchen) auf der Heimfahrt und mit einem dicken Applaus für den Reiseplaner. Ihm und allen Förderern des Kirchenchors St. Emmeram, die solche goldenen Tage erst möglich machen, sei von Herzen gedankt!

Florian Eichberger

Kategorie(n): alle, Ausflüge, Veranstaltungen, Vogtareuth.

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