Leonhardspfunzen

Große Beteiligung am Umritt

Es waren für den 22. Oktober zwar Regenschauer angekündigt, aber am Ende war’s doch mehr Weihwasser, das beim vorgezogenen Leonhardi-Festgottesdienst in Leonhardspfunzen auf Rösser, Reiter und Gespanne niederging.

Den Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Guido Seidenberger gemeinsam mit Gemeindereferentin Katharina Hauer, die – fast schon eine Tradition – die Predigtworte sprach und in geradezu franziskanischer Weise die Gläubigen in Schöpfungsverantwortung nahm.

Nach den Klängen der Schubert-Messe und der Bayernhymne postierte sich die Seelsorge mit Altbürgermeister Hans Loy in der Aufstiegskurve und spendete dem Pferdezug, der dreimal die Runde machte, den Segen des Vieh-, Ketten- und Befreiungsheiligen Leonhard. Neben Schützen, Trachtlern und Blasmusik, dem Kapellenverein, den Kindergärten und Bürgermeister Rudolf Leitmannstetter und den vielen angereisten Pferden – vom stampfenden Brauereigespann über nervös tänzelnde Araber bis zu hurtig trottenden Ponys, die es eilig hatten, den Anschluss nicht zu verlieren – waren natürlich auch die eleganten Deingruber-Esel mit von der Partie, was vollkommen richtig ist, denn immerhin hat Leonhard von Limoges den Baugrund für St-Léonard-de-Noblat durch einen Eselsritt erworben. Und als die erstaunlich zahlreichen Besucher zuletzt auf Tränke und Mittagstische am Grasweg-Ausgang und drunten bei der Feuerwehr zutrotteten, kam sogar doch noch die Sonne dazu.

Florian Eichberger

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