Liebe Gemeinde, liebe Leserinnen und Leser, dieser Auszug, aus dem in Kirchenkreisen doch relativ bekannten Lied soll uns als Jahresthema durch das neue Kirchenjahr, das am 1. Advent 2025 beginnt, begleiten. Vier sehr bedeutende Worte in nur einer einzigen Zeile.
Um Sätze, Texte oder Worte wirklich zu verstehen, müssen wir oft in die Tiefe gehen. Wir müssen das, was wir gehört haben, in uns aufnehmen, darüber reflektieren und eventuell sogar, wie man so sagt, damit „in die Stille gehen“. Unser Jahresthema drängt uns dies geradezu auf. Lädt uns dazu ein.
Wir wollen uns auf eine kurze Reise mit den Wörtern des neuen Leitmottos machen.

Da begegnet uns das erste große Wort: Hoffnung. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, hören wir oft. Für uns Christenmenschen stirbt sie nie, die Hoffnung. Sie ist das Wesen unseres Glaubens. Hoffnung, sogar über den Tod hinaus. „Hoffnung gibt es immer“, der Spruch aus dem Kultfilm „Der Herr der Ringe“, er bleibt in mir haften und wird hervorgerufen, gerade in dunklen Stunden.
Die Freude, ein tolles Wort. „Dient dem Herrn mit Freude“ war das Motto unserer Diakonenweihe. Ohne Freude geht nichts in unserem Leben. Ohne Freude verliert alles seinen Geschmack und die Farbe. Ich muss alles tun, um mir ein Stück Freude im Leben immer zu bewahren.
Der nächste Begriff, die Stärke, hat schon in den uralten Gebeten, den Psalmen, seinen festen Platz: „Meine Stärke und mein Lied ist der Herr; er ist mir zum Retter geworden.“ Stärke hat, wer im Leben auf Gott baut, ihn zum Fundament hat im doch oft sehr wackeligen Lebensgerüst.
Licht ist das, was aus dem Gewöhnlichen etwas Besonderes machen kann. Kürzlich ging ich den gewohnten Weg unterhalb der Rotter Kirche. Es war früh morgens, und die Sonne ging gerade auf und erhellte den Rotter Berg samt Kirche und Bäumen und tauchte alles in ein ganz besonderes Licht. Ich musste direkt stehen bleiben, innehalten und mir das in Ruhe ansehen – ein fantastischer Anblick, dank der Herbstsonne ganz anders als sonst. Nur weil der Ort in ein warmes Licht getaucht wurde.
Die Dinge des Lebens in einem anderen Licht zu sehen, bleibt eine Lebensaufgabe. Dadurch kann sich so manches wandeln. Oft genügt es schon, in einen ruhigen Raum zu gehen, eine Kerze anzuzünden und für ein paar Minuten innezuhalten.
Ich möchte hier die Reise durch unser Jahresthema allmählich beenden.
Wir werden die Reise fortsetzen im kommenden Kirchjahr. Es lohnt sich bestimmt, mitzugehen, um zu ergründen, wer denn „Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht“ ist.
In diesem Sinne eine gute Advents- und Weihnachtszeit!
Diakon Eugen Peter
im Namen der Seelsorge
Bild: Christine Eckl
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