Zum 24. Dezember

Wen legen wir in unsere Krippe, wen lassen wir in unser Herz?

Santa vs. Josef
Bild: © cSTRAUSS

Der Engel des Herrn trat zu den Hirten auf freiem Feld und sagte zu ihnen:

„Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr.
Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.“ (Lk 2,10–12)

Das Kind in der Krippe fasziniert seit jeher die Menschen auf der ganzen Welt. Ich kann das gut verstehen, denn ein neugeborenes Kind übt eine große Faszination aus. Das darf ich seit der Geburt unseres Sohnes Gabriel am 8. Dezember erleben. Wenn ich unser Kind anschaue, dann empfinde ich tiefe Freude und Dankbarkeit, auch wenn es mitunter anstrengende Momente gibt.

Wie viel mehr darf und kann uns der Blick auf den Sohn Gottes in der Krippe mit Dankbarkeit und Freude erfüllen? Die unendliche Liebe Gottes und das unbegrenzte Licht Gottes kam durch das Jesuskind auf unsere Erde.

Ich kenne Familien, besonders mit kleinen Kindern, bei denen der Höhepunkt des Weihnachtsfestes der Moment ist, in dem das Jesuskind in die Krippe gelegt wird. Dann versammelt sich die Familie um die Krippe, besonders die Kinderaugen strahlen, und es wird gemeinsam gesungen: „Stille Nacht“, „O du fröhliche, o du selige“ …

Doch egal, wie wir dieses Jahr Weihnachten feiern, egal ob wir eine Krippe bei uns zu Hause haben, das Wesentliche geschieht nicht in den äußeren Zeichen, sondern im Inneren, im Herzen eines jeden Menschen.

Das Entscheidende an Weihnachten ist, inwieweit jede und jeder Einzelne von uns Jesus in sein Herz lässt. Der Blick auf das Jesuskind in der Krippe kann uns dies erleichtern, weil Jesus ganz klein und armselig auf die Welt gekommen ist. Dieses Jesuskind kann und will unser Herz neu mit tiefem Glauben, großer Hoffnung und unendlicher Liebe erfüllen.

So denke ich, dass dies der entscheidende Moment an Weihnachten ist: Es ist der Moment, an dem wir wieder neu Jesus in unser Herz lassen, indem wir ihn aufnehmen als unseren Retter und Herrn. Und dieser Moment kann sich ereignen in einem stillen Moment zu Hause, im Kreis der Familie, in der Kirche, in einem Gottesdienst …

Gott will, dass jede und jeder von uns ihn aufnimmt, weil uns dadurch tiefer Friede und große Freude geschenkt wird. So wünsche ich uns allen von ganzem Herzen den Mut und das Vertrauen, Jesus, unseren Retter und Herrn, wieder neu in unserem Herzen aufzunehmen, unser ganzes Leben von IHM durchdringen zu lassen.


Da mit dem heutigen Fenster unser Adventskalender vollständig ist, möchte ich mich bei allen bedanken, die bei der Gestaltung mitgewirkt haben und zum guten Gelingen beigetragen haben. Ein herzliches Vergeltsgott dafür!

Michael Leberle
Für die freundliche Erlaubnis zur Verwendung des Weihnachtsbildes danken wir Christoph Strauß.

PS: Für alle, die am heutigen Heiligen Abend über Internet, Radio oder Fernsehen eine Christmette feiern wollen, gibt es u.a. diese Möglichkeiten:

Veröffentlicht in Glauben, Pfarrverband, zadventskalender.